Marc Steinmetz
Wie die Kriegsschiffe aussahen, mit denen die Römer den Rhein befuhren, wissen Forscher längst. Bauweisen und Materialien sind ebenfalls bekannt. Aber über die Geschwindigkeiten, die solche Schiffe erreichten, und ihre spezifischen Fahreigenschaften, konnten Forscher bisher nur mutmaßen. Doch nun kann auch diese Wissenslücke geschlossen werden. Von Januar 2007 bis März 2008 wurde das römische Patrouillenboot, nach dem Vorbild zweier antiker Schiffswracks aus der Zeit um 100 n. Chr., in einer Werft in Hamburg-Harburg nachgebaut. Und das Schiff zeigte bemerkenswerte Leistungen: Unter Segel konnte es bei den Testfahrten bis zu sechs Knoten (11km/h) Geschwindigkeit aufnehmen und sich in nur 30 Sekunden um 180 Grad drehen.
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